… so ist das jetzt. Schöne Sch…

01.März 2019

Es ist jetzt 18 Monate her, dass ich das letzte Mal Kontakt mit meiner Tochter (12) hatte. Die Kontakte mit meinem Sohn (9) beschränken sich schon seit knapp einem Jahr auf kurze Treffen, die wenn ich Glück habe alle 3-4 Wochen stattfinden. Keine gemeinsamen Urlaube, keine gemeinsamen Familientreffen, kein normaler Umgang. Es gibt keine Informationen über ihr Leben, außer dass sie die Schule ganz gut meistern oder wenn aus irgendeinem Grund mein Geld von Nöten ist ….

Außer einem Telefontermin einmal in der Woche, in dem ich kurz mit meinem Sohn spreche um auszuloten, ob wir uns am Wochenende sehen können und was wir dann unternehmen könnten, gibt es keine Wege der Kommunikation mit ihm. Er ist in den Telefonaten oder auch in den wenigen persönlichen Gesprächen sehr reserviert, manchmal abweisend. Sobald ich meinen Sohn etwas frage, was er denn so gemacht hat, blockt er alles ab, mit dem Hinweis, dass mich das nichts angehe …

Meine Tochter hat sämtliche Kontaktwege zwischen uns abgebrochen, blockiert mich auf ihrem Handy. es gibt keine Möglichkeit per SMS, WhatsApp oder Telefon mit ihr in Kontakt zu treten. Eine kurze Zeit habe ich ihr Postkarten geschrieben, wenn ich unterwegs war. Bis sie mir einen Zettel zugesandt hat, in dem sie mir geschrieben hat, ich soll aufhören ihr Postkarten zu schreiben.

Ich stehe jeden Tag auf und vermisse meine Kinder, ihre Stimmen, ihre Gedanken, ihr drauflos Plappern, ihre ernsten Gedanken, den Alltag mit ihnen, die kleinen Ereignisse, die man miteinander teilt. Ich vermisse ihnen meine Liebe zeigen zu können, mit ihnen zu kuscheln, für sie zu kochen, Quatsch zu machen, ihnen vorzulesen, mit ihnen die Welt zu erkunden, den nächsten Urlaub oder gemeinsame Unternehmungen zu planen, mich ihren Frage zu stellen …

4 Kommentare zu „… so ist das jetzt. Schöne Sch…

  1. Ich habe jetzt drei Beiträge gelesen und den Verdacht, dass du Absolution von deinen Kindern haben möchtest. Die wirst du aber nicht bekommen. Jedenfalls im Moment nicht.

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    1. Ich kenne meinen Anteil, meine Schuld an der Trennung und dass es für sie schlimm ist. Wenn du mit Absolution meinst, dass ich mir wünsche, dass sie mir verzeihen, für die Schmerzen, die ich ihnen verursacht habe, dann stimmt das. Wenn das Verzeihen die Voraussetzung dafür ist, dass sie wieder zu mir kommen, glaube ich auch, dass das, wenn überhaupt, sehr lange dauern wird.

      Die Entfremdung über die ich hier viel schreibe, verhindert eine Bewegung in diese Richtung. Sie verhindert die Aufklärung, die Auseinandersetzung, das Eingestehen meiner Schuld, das Entschuldigen, das Verzeihen und das gegenseitige Verstehen.

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      1. Ja, die Entfremdung ist im Moment eine Schwierigkeit. Ähnliche Erfahrung habe ich auch machen dürfen, mit meinen Kindern. Das hat sich aber im Laufe der Zeit von selber geregelt. Kinder sind nicht „dämlich“. Je älter sie werden, umso mehr begreifen sie, dass nicht immer nur einer alleine für irgendetwas verantwortlich ist. Ich denke, wenn die Zeit „reif“ ist, werden sie von ganz alleine den Kontakt zu dir suchen.

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      2. Von Schuld im Zusammenhang mit einer Trennung zu sprechen, ist immer so eine Sache, finde ich. Klar ist eine Affäre nicht unbedingt schön, aber du hattest mit Sicherheit deine Gründe. Und, aus deiner Sicht gute Gründe. So gute, dass du deine, sicherlich vorhandenen, Moralvorstellungen „über Bord“ geworfen hast.

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