Ist es Manipulation, Einflussnahme oder Erziehung?
Ein Beispiel. Nur eins von vielen.
Unsere Hündin Luna, ein Golden Doodle ist ein Hund, der den meisten Menschen denen sie begegnet automatisch ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Sie hat entfernte Ähnlichkeit mit Fuchur, dem Glücksdrachen aus der Verfilmung von Michael Ende´s „Unendliche Geschichte“ und ist zumeist sanft wie ein Schaf im Hundepelz.
Unser Sohn hatte sich während des Umgangs zu Beginn der Trennung sofort mit ihr angefreundet, vollkommen unbelastet, hat mit ihr gespielt und mit ihr gekuschelt. Er freute sich immer, wenn er sie sah.
Das hörte irgendwann abrupt auf. Komischerweise zeitgleich mit den Äußerungen der Mutter am Telefon, die Kinder bräuchten keine Therapiehunde. Wie sie es gemacht hatte, kann ich nur vermuten. Sie hatte es meinem Sohn irgendwie madig gemacht, seine spontane Sympathie zu diesem unschuldigen Tier abgewertet. Es gibt sonst keine vernünftige Erklärung dafür.
Ich sah in Luna eine Art Botschafterin, auf ihre Art liebenswert, unschuldig und über jeden Zweifel erhaben. Ohne Anbiederung, ohne Falschheit. Alles basierte auf gegenseitiger Sympathie und Wärme, ohne dass ich dabei eine Rolle spielen musste. Nur einer von vielen Möglichkeiten auf dem die Kinder eine Weg zu mir oder vielleicht auch nur eine Annäherung zu mir hätten finden können. Einer von vielen Wegen, der absichtlich nicht beschritten wurde.