Und der Glauben? …

Die Kommunion meines Sohnes (9) steht bevor. Über seine Mutter liess er mir mitteilen, dass er mich in der Kirche dabei haben wolle, jedoch nicht bei der anschließenden Familienfeier. Seine Mutter erklärte, dass er stattdessen mit „meiner“ Familie, dem väterlichen Teil seiner Familie extra feiern wolle. Er befürchtete, dass ich auf der Feier mit seiner Mutter streiten könnte.

Dazu muss man wissen, dass der Kontakt meiner Familie von der Mutter seit der Trennung auf Eis gelegt wurde. Dazu kommt, dass er meine Wohnung, die ich zusammen mit meiner Lebensgefährtin bewohne, schon seit längerem nicht betreten will.

Der Vorschlag, der von meinem Sohn stammen soll, und von meiner Exfrau gegenüber unserer Mediatorin vorgetragen wurde, hatte wohl nur den Zweck, vor ihr das Gesicht zu wahren. Unsere Mediatorin hatte wie ich den Gedanken, dass so eine Feier eigentlich eine Gelegenheit ist, die Dinge in positiver Richtung in Bewegung zu kriegen.

Die Kirche

Ich frage mich, was der Seelsorger meines Sohnes, der Pfarrer und die Person, die den Kommunionsunterricht abhält aus rein christlicher Sicht dazu sagt, dass der Vater des Kommunionskindes bei der Familienfeier ausgeschlossen werden soll.

Überhaupt wie steht die Kirche zur Entfremdung? Ist sie nur die logische Konsequenz meines Tuns, die Busse für meine Sünden, die Affäre und meine Trennung?

Und ist das die Rechtfertigung dafür, dass andere sündigen dürfen? Die Entfremder, die an diesem Mechanismus, sei es wissen oder unwissend beteiligt sind.

Ich bin kein Kirchgänger und wohl auch kein praktizierender Christ, dennoch glaube ich. Ich habe ein christliches Menschenbild und lebe weitestgehend nach der christlichen Ethik.

Wie passt das alles mit dem Glauben, der christlichen Lehre, dm Vaterunser, den 10 Geboten zusammen?

Ich werde versuchen Kontakt mit dem Pfarrer aufzunehmen.

Die Kinder

Und wie würden die Kinder reagieren, wenn ich sie auf den Widerspruch aufmerksam machen würde? Auf den Widerspruch zwischen dem Glauben und ihrer Abwendung von ihrem Vater. Gerade jetzt, wo sie versuchen ihren Platz im Glauben zu finden. Da ist doch der nächste Loyalitätskonflikt vorprogrammiert.

Ich werde es nicht tun. Ich werde sie nicht darauf hin ansprechen. Erst mal.

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